Wissenswertes

Beginnen möchte ich hier mit dem Turnierhundesport. info

Du wirst Dir jetzt sicherlich denken, dass Du und Dein Hund keine Hochleistungssportler sind. Das macht nichts, denn Turnierhundesport ist eigentlich auch ein Breitensport, d.h. Sport für alle. Angefangen in der Jüngstenklasse, von dem Tag an, an dem das Kind  den Hund ohne fremde Hilfe zum Start führen kann, bis zur Seniorenklasse ab dem 61. Lebensjahr des Hundeführers trifft man alle Altersgruppen in den Vereinen und auf den verschiedenen Turnieren.

Das Zulassungsalter für Hunde im THS beträgt 15 Monate. Alle Disziplinen des Turnierhundesports sind für Hunde aller Größen und Rassen geeignet, die körperlich gesund sind. Voraussetzung für THS ist in Zukunft für Neueinsteiger teilweise die Begleithundeprüfung. 

     

       Slalom / VK1 und VK2                                   (Jürgen Janner, HF Weiden)               Hürden / VK2                                                            (Gertraud Lippert, HF Weiden)

                     

 

       Geländelauf 2000m bzw. 5000m                              (Ronny Jakob, HF Weiden)                Hindernislauf VK1 und VK2                                     (Jürgen Janner, HF Weiden)

                     


Der THS gliedert sich in verschiedene Disziplinen, die Hund und HundeführerIn absolvieren müssen.

Dazu gehören der Geländelauf in den Distanzen 2000 und 5000 m, Vierkampf I und II (Gehorsamübung, Hürdenlauf, Slalomlauf, Hindernislauf), Hindernisläufe, sowie Teamwettkämpfe wie Shorty, CSC und QSC.

Das Regelwerk zu dieser Sportart ist die Prüfungsordnung THS. Darin werden unter anderem die Höhen und Abstände der jeweiligen Hindernisse, sowei der Aufbau der Bahnen geregelt.

Geländelauf 2000 und 5000m: Dabei werden an Hund und HundeführerIn  Anforderungen in Bezug auf Ausdauer und auch Schnelligkeit gestellt. Der Hund läuft entweder an der Leine, die in der Hand gehalten wird oder am Brustgürtel. Die Leine darf maximal zwei Meter lang sein. Gelaufen werden Wald-, Wiesen- und Fuhrwege. Die Starts erfolgen im 1 oder 2 Minutenabständen.

Vierkampf I und II: In Vierkampf I und II werden die höchsten Anforderungen an Hund und Hundeführer gestellt. Neben den Gerhorsamsübungen, muss der Hund den Hürdenlauf, den Slalomlauf und die Hindernisbahn zusammen mit seinem Hundeführer bewältigen.  Zusammen ist dabei wichtig: Beim Hürdenlauf muss der Hunde mit seinem Torso auf Höhe seines Hundeführers sein. Springt er zu weit vorne und hinten über die Hürden, so gibt das Fehlerpunkte, die auf die Zeit angerechnet werden.

Beim Slalomlauf ist es von Vorteil, wenn Hund und HundeführerIn sich bei dem Durchlaufen der Tore Platz lassen.

Beim Hindernislauf überspringt der Hund verschiedene Hindernisse, die auf einer Distanz von 75 m aufgestellt werden.

Bei allen Disziplinen gilt, keine Gerät auslassen bzw. Stangen abwerfen die auf verschiedenen Geräten locker aufliegen. Dies gibt Fehlerpunkte.

Der Unterschied zwischen Vierkampf I und II ist der, dass bei Vierkampf II alles in Freifolge, das heißt ohne Leine, vorgezeigt werden muss. Um im Vierkampf II starten zu können müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt werden.

Bei verschiedenene Turnieren werden auch Hindernisläufe alleine angeboten. Das heißt die Hindernisbahn wird in zwei Durchgängen gerannt. Wer schnellster und am besten noch fehlerfrei rennt hat gewonnen.

Bei Teamwettkämpfen wie Shorty, CSC und QSC starten Hund und HundeführerIn nicht alleine.

Beim Shorty stehen zwei Bahnen über Kreuz, die von einem Team, bestehend aus 2 Hunden und dem jeweiligen Hundeführer, absolviert werden müssen. Starter eins muss durch dass Ziel der ersten Bahn sein, bevor Starter 2 die zweite Bahn freigegeben bekommt. Wichtig sind hierbei schnelle und fehlerfreie Läufe.

Beim CSC (CombinationsSpeedCup) besteht ein Team aus drei Startern die nacheinander, ähnlich einem Staffellauf, ihre Bahnen schnell und fehlerfrei rennen sollten.

Beim QSC (QualifikationsSpeedCup) starten zwei Starter auf gleichen parallel stehenden Bahnen und wer am Ende mit Seinem Hund zusammen am Ziel ankommt hat gewonnen.

Also man kann aus diesen kurzen Ausführungen erkennen, dass THS an Mensch und Hund große Anforderungen stellt und dass es für beide eine ganz tolle Freizeitbeschäftigung sein kann.
                                                                                                                                                                                                                                                                     
 

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       

Eine weitere eigenständige Sportart ist Agility.

 

Agility ist eine Sportart mit Suchtpotential. Nicht jeder Sportler muss sich im Wettkampf beweisen, aber es macht eine Menge Spaß. Im Vordergrund stehen die Kommunikation mit dem Hund und der Gehorsam, den nur als Team kann man in dieser Sportart Erfolg und Spaß haben.

Für den Wettkampf ist die Begleithundeprüfung für alle Hunde vorgeschrieben. Das Zulassungsalter für Hunde beträgt 18 Monate. Es wird zwischen drei Größenklassen (Mini – Midi – Maxi) und fünf Leistungsklassen unterschieden (Beginner - A1 - A2 - A3 - Senioren).
Gewertet wird im Turnier die Fehlerfreiheit und Geschwindigkeit des Hundes.

Bei den Hundeführern / -innen gibt es für das Turnier keine Beschränkung. Allerdings sollte eine gewisse Grundfitness vorhanden sein.

Da beim Agility der Hund stark körperlich gefordert wird, sollte er beim Tierarzt vorgestellt werden, ob er körperlich dazu geeignet ist. Hunde mit einer Schulterhöhe von mehr als 70 cm oder starkem Übergewicht sind für diese Sportart nicht geeignet. Was heißt Agility?
Agility kommt aus dem Englischen und heißt: flink, behände, wendig.
Dies bezeichnet exakt die Eigenschaften, die beide - Hund und Hundeführer - für diesen Sport mitbringen müssen.

Was heißt Agility?

Agility kommt aus dem Englischen und heißt: flink, behände, wendig.

Dies bezeichnet exakt die Eigenschaften, die beide - Hund und Hundeführer - für diesen Sport mitbringen müssen.

Was ist Agility?

Agility ist "Behändigkeit auf 6 Beinen." Es ist ein gezieltes erzieherisches und körperliches Spiel mit dem Hund, das u.a. dazu dient, die Sozialverträglichkeit und die Eingliederung des Hundes in die Gesellschaft zu fördern. Mit Spiel ist das Zusammen-Spiel zweier aufeinander eingespielter Partner, einem Team, gemeint. Erfolg im Agility führt nur über gute Erziehung und ausgeprägten Gehorsam des Hundes, aufgebaut auf Freude, Harmonie und gegenseitigem Vertrauen zwischen Hund und Hundeführer.


Was ist das Ziel von Agilityturnieren?

Ziel des Wettbewerbs ist es einen individuell vom Leistungsrichter für jeden Wettbewerb neu vorgegebenen Hindernisparcours fehlerfrei und in vorgegebener Zeit zu bewältigen.

Am besten lässt sicher der Agility-Sport mit dem Springreiten vergleichen, mit dem Unterschied, dass beim Agility der Hund freilaufen ohne Leine vom Hundeführer nur mit seiner Stimme und Körperzeichen gesteuert werden darf.

Ideale Voraussetzungen für den Agility-Hund:

- leicht motivierbar, mit ausgeprägtem Spieltrieb

- gut sozialisiert und menschenfreundlich

- führig, leicht lenkbar, mit guter Bindung zum Hundeführer

- nicht zu groß und zu schwer, maximal ca. 70 cm Schulterhöhe

Wettkämpfe

- Alter des Hundes mindestens 18 Monate

- Bestandene Begleithundeprüfung (BH)

- Mitgliedschaft in einem Hundesportverein


Agilitygeräte:

Hürde

Mauer / Viadukt

Weitsprung

Tunnel

Sacktunnel

Tisch

Reifen

Slalom

Schrägwand

Laufsteg

Wippe


Weiter geht es mit der Zughunde-Abteilung

Das Zughundetraining ist eine wunderbare Auslastung größerer und großer Hunde.

Gerade diese sind ja allein vom Körpergewicht her nicht unbedingt für die anderen Sportarten geeignet. Sie sind jedoch leistungsfähig und sehr zuverlässig. Als Dekoration im Garten oder Bettvorleger sind sie beileibe unterfordert und wünschen sich geradezu eine Aufgabe, die sie körperlich wie geistig beansprucht.

Das Wagenziehen baut nicht nur Muskulatur auf und trainiert die Ausdauer und Kondition, auch geistig ist der Zughund gefordert. So weiß er innerhalb kurzer Zeit um die Maße seines Gefährts und kann es sicher durch Engstellen oder auf der Straße bewegen.

Er muss verträglich sein, da er auch mit einem Partner zusammen eingespannt werden kann und darf natürlich nicht samt Wagen hinter Nachbars Katze herjagen. Er muss zu jeder Zeit unter Kontrolle sein und ist es auch, wenn er sich seiner Aufgaben voll bewusst ist. An Ausdauer mangelt es einem trainierten Zughund nicht. Im Trab kann er längere Strecken bei einem sehr zügigen Tempo durchhalten.


Dann haben wir noch den VPG-Sport 
(früherer Begriff Schutzhundeausbildung)

Der ursprünglichste aller Hundesportarten, entstanden aus der Polizeihundeausbildung wird heute ganz anders als zu früheren Zeiten gehandhabt.

Man nutzt hier vor allem den Beutetrieb des Hundes.

Prüfungen bestehen aus drei Teilen:

A = Fährte

B = Gehorsam

C = Schutzdienst

Es gibt verschiedene Prüfungsstufen

VPG I, VPG II, VPG III

Zu dieser Sportart gehören auch die einzelnen Fährtenprüfungen.